Keine Erdgasleitung durch Rohrbacher Weinberge!

Zu früh gefreut? E.On.Gastransport will weiter machen

(16. Dezember 2008)

Und dann war da noch die E.On.Gastransport. Die dachte sich: Och nö. Wir wollen die Leitung doch. Meldete die RNZ am 16. Dezember 2009. Nach dem Ausstieg der wingasproms wollen die eongasproms nun also die Leitung durch die Rohrbacher weinberge weiter betreiben: „Ad nauseam usque!” (Bis zum Erbrechen, immer und immer wieder …)

Die Gasproms geben auf: Aus für die Erdgasleitung durch die Rohrbacher Weinberge (14. November 2008)

Gestern meldete es SWR 3 und spiegel.de, heute stand es in der RNZ: Der Gasleitung ist die Luft weggeblieben. Damit ist ein Projekt vom Tisch, dass in Rohrbach heftigen Widerstand hervorgerufen hatte. Wir hatten Unterschriften gesammelt und punker und Stadtteilverein hatten gemeinsam einen Sternmarsch organisiert. Nun hat Kleinbonum gesiegt und alle Mitkämpfer können sich einen weiteren Schluck Zaubertrank vom Dormenacker genehmigen.

Asterix und Obelix im Rohrbacher Feld

Die RNZ vermutet allerdings, nicht Asterix und Obelix hätten die Gasproms besiegt. Grund seien

„die "zunehmend unklaren Rahmenbedingungen für den Betrieb und Ausbau von Fernleitungsnetzen in Deutschland", hieß es von Wingas, einem Gemeinschaftsunternehmen der BASF-Tochter Wintershall und des russischen Konzerns Gazprom. Wingas zufolge ist eine nachhaltige und langfristige Wirtschaftlichkeit des konkurrierenden Leitungsbaus nicht mehr gewährleistet. Wegen der staatlichen Preisregulierung sei ein wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr möglich. Ein weiterer Grund für den Bauverzicht sei die Entscheidung der Bundesnetzagentur, auch Ferngasleitungen in die Regulierung einzubeziehen.” (RNZ vom 20.11.2008)

Aber egal. Wie zitiert die RNZ den Stadtteilvereinsvorsitzenden Bernd Frauenfeld: "Warum das Projekt gekippt wurde, ist egal – Hauptsache es wurde verhindert."

Una salus victis, nullam sperare salutem!
(Ein Heil bleibt dem Besiegten allein, kein Heil mehr zu hoffen! Pirat Dreifuß, nach der Versenkung seines Schiffes).

Pipeline kommt - Wingas siegt ...

von Wolfgang Späth

Wie kürzlich bekannt wurde, ist die Trassenführung durch Rohrbacher Gebiet beschlossene Sache. Es ist müßig, jetzt darüber zu streiten, was getan hätte werden können, vielleicht früher, oder ob überhaupt je die Chance einer Verhinderung bestand. Wieder hat der Bürger die Möglichkeit zu erkennen, was sein Wille wert ist. Und so flüchtet er sich in Visionen (Vision hier = geballte Faust in der Tasche).

Vision 1

Wir schreiben das Jahr 2010. Über die so bekämpfte Erdgastrasse ist Gras gewachsen. Richtiges grünes, saftiges Gras. Idyllisch schmiegen sich einige flache Gebäude mit Silotürmen ins ehemalige Rebland. Ein etwas strenger Geruch durchzieht Rohrbach und die umliegenden Gemeinden, aber das kennt man schon aus Richtung Westen. Auslöser sind die vier Ex-Winzer B., C., K. und W. (Namen sind der Redaktion bekannt), die sich zur AGEW (Agrargemeinschaft ehemaliger Winzer) zusammengeschlossen haben.

Die Abfindung für die zerstörte Rebfläche steckten sie in den Betrieb einer Schweinezuchtanlage mit ca. 55.000 Tieren. Gleichzeitig wurde durch Gülle und Grünanbau ein Biomassekraftwerk geschaffen, das bereits heute den Energiebedarf von Rohrbach und befreundeter Stadtteile abdeckt. Wir haben wieder 5 Metzgerei­en; eine Fleischfabrik im Gewerbegebiet Süd ist im Bau. Die Gründung Schweinemastverein Rebland (SMVR) wird vom Stadtteilverein begrüßt, wenn auch der Wein- u. Obstbauverein Mitgliederschwund hinnehmen mußte. Rohrbach ist nun der reichste Stadtteil und verhandelt mit der neuen grünen OB um die Selbständigkeit. Bei positivem Ausgang ist eine Umbenennung geplant: Eichendorff am Rohrbach, der übrigens wieder - nicht nur für den Gülletransport - offen ist.

Vision 2 (Vorzugsvariante)

Nach Bekanntwerden der für Rohrbach negativen Wingastrassenführung wendet sich der SPD-Ortsverein umgehend an den BW-Landtag um durch Landesverbot eine Korrektur zu erreichen. Sowohl die SPD-Fraktion als auch die Regierungsparteien erklären sich machtlos u. verweisen in dieser heiklen Angelegenheit auf die Zuständigkeit des Bundes.
Da der dortige Schmusekurs der großem Koalition nicht gefährdet werden soll, hält sich die CIYJ ganz heraus, und die Bundes-SPD erkennt die Zuständigkeit der ehemaligen Regierung.

Ex-Kanzler Schröder, der beim Studium der ihm zugesandten Akten sieht, dass das Endziel der Trasse in Bayern liegt, stoppt in seiner Eigenschaft als Gazprombevollmächtiger sofort die Durchleitungserlaubnis.

Der betroffene Gaskonzern erkennt, dass ein Röhrensystem ohne Gas sich nicht rechnet und bläst das Vorhaben ab.
In Zusammenarbeit mit Stadtteilverein und “punker” ist ein großes Weinfest geplant, das jährlich wiederholt und von den hiesigen Winzern gesponsert werden soll.
Einer Ehrenbürgerschaft und der Einrichtung einer Gerhard-Schröder-Straße zwischen Dormenacker und Dachsbuckel steht wohl nichts im Wege.

Die dunkle Seite der Macht: Der Erdgasleitungserörterungstermin

(5.10.2005)

Angesetzt war er auf zwei bis drei Tage, der Erörterungstermin zur geplanten süddeutschen Erdgasleitung (SEL), die u.a. durch die Rohrbacher Weinberge geführt werden soll. Zwei Tage, an denen die Einwender, unter ihnen die Rohrbacher Winzer und viele Bürgerinnen und Bürger, Gelegenheit haben sollten, ihr Anliegen darzulegen - wenn sie sich dafür frei nehmen konnten.

Die Erörterung sollte damit auch dem Regierungspräsidium helfen, eine faire Entscheidung zu treffen. Doch dieses hatte sich wohl, zumindest was den Hauptkonfliktpunkt, die Trasse durch die Rohrbacher Weinberge angeht, bereits im Vorgriff eine abschließende Meinung gebildet. Zumindest konnte man sich dieses Eindrucks schlecht erwehren, angesichts einer Versammlungsleitung, die es offensichtlich als ihre Aufgabe erachtete, der anwesenden 15-20-köpfigen Phalanx der Gasproms die Bälle zuzuspielen. Dies vor allem bei einem Punkt, an dem die Argumentation der Multis schwer ins Schleudern gekommen war ...

Palakt: Erörterungstermin

Gefangen im transnationalen Spinnennetz ...

Bereits am Vormittag war deren Argumentation stark in Frage gestellt worden. Es ging um die grundsätzliche Frage, ob es überhaupt eine wirtschaftliche Notwendigkeit zum Bau der Leitung gibt. Interessanterweise verneinte dies der anwesende Vertreter der Gasversorger Süddeutschland (GVS), Hr. Grönert. Die vorhandenen Leitungen reichten mittelfristig absolut aus. Die SEL könne nur gefüllt werden und mache nur Sinn, wenn neue Zuleitungen aus Iran, Irak und Rußland gebaut würden.
Herr Edelkamp, Projektleiter von Wingas, erwartete dagegen einen derart massiven Anstieg des Gasbedarfs, vor allem für Ausbau von Kraftwerkskapazitäten, dass der Bau der Leitungen unbedingt notwenig sei. Der Bau sei Teil einer „transeuropäischen Strategie”.

Was die schwachen Birnen des Beamers an die Wand warfen war dann auch das Bild eines Europa überspannenden transnationalen Spinnennetzes. Wer noch Illusionen hatte, Gas könnte ein fast-alternativer, umweltfreundlicher Energieträger sein, wurde eines Besseren belehrt. Das Bild, das hier aufschien war das einer zentralisierten, höchst anfälligen Monstertechnologie. Von den Quellen, die in so illustren Demokratien wie dem Iran, dem Irak oder Russland liegen, über die Wege, die quer durch den Nahen Osten oder die letzten europäischen Despotien wie Weißrussland gehen, bis ans Ziel, dem Verbraucher, der keine andere Wahl hat, als zu ölpreisgekoppelten Tarifen die unglaublichen Profite der Multis zu finanzieren: Die SEL und ihre Schwestern sind eine Konstruktion, die das genaue Gegenteil einer Energieversorgung ist, die auf Zukunftsenergien und Unabhängigkeit von unkalkulierbaren Lieferanten setzt.

 

Ein kleiner Zipfel im transeuropäischen Konzept ...

Das Imperium schlägt zurück ...

Doch zurück zu den Weinstockwurzeln. Am späten Nachmittag hatten Bürgermeister Dr. Würzner und der Stadteilvereinsvorsitzende Bernd Frauenfeld die bekannten Bedenken (mehr...) gegen die geplante Erdgasleitung durch die Rohrbacher Weinberge dargestellt: Die Gefährdung von Landschaftsbild und Charakter des Stadtteils, die Existenzgefährdung der Winzer und, nicht zuletzt, die Tatsache, dass kein fairer Vergleich der Planungsvarianten Rohrbach und Nußloch stattgefunden hatte. Die Unternehmen hätte ihre Hausaufgaben nicht gemacht, meinte Frauenfeld: „Was Sie uns heute erzählt haben ist kein Jota mehr als vor Monaten”. Auch Bürgermeister Würzner betonte, dass die Forderungen der Stadt Heidelberg nicht berücksichtigt worden seien. punker-Vertreter bemängelten zudem die extrem tendenzielle Darstellung der Varianten: Stellte man die Nußlocher Variante mit einem idyllischen Luftbild des Odenwaldhangs dar, wurde die Rohrbacher Trasse durch zwei Fotos einer gerade von Baggern durchwühlten Landschaft an der Baustelle Norumgehung Leimen repräsentiert. Nach dem Motto: Da ist doch eh schon alles platt.

... mit Hokuspokus ...

Selbst ein halbes Dutzend beharrlicher Nachfragen durch Frauenfeld und Dr. Würzner konnte keine Klarheit schaffen, ob den Heidelberger Forderungen nach einer neuen fairen Prüfung aller Alternativen nachgekommen worden war. Da kamen die Gasproms spürbar ins Schwimmen. Doch die Freude der Einwender währte nur kurz, hatten sie doch die Rechnung ohne den versammlungsleitenden regierungspräsidialen Wirt gemacht. Die freundliche Versammlungsleitung forderte die Gutachter auf, und die Gasfirmengutachter zauberten eine Tabelle und eine krakelige hochmaßstäbliche Karte mit zwei angeblichen Varianten der Variante Nußloch aus dem Hut. Plötzlich lagen also „ergänzende Untersuchungen” vor, die angeblich erst vor ein paar Tagen ans Regierungspräsidium gingen, und die, wen wundert´s, natürlich keine anderen Ergebnisse brachten als die ursprüngliche „Nimm-ein-Lineal-und-hau-in-die-Landschaft-rein-Variante”. Bernd Frauenfeld meinte zurecht, das könne man nun glauben oder nicht, überprüfen könnten es die Einwender nun nicht mehr. Und Dr. Würzner gab seinen Protest angesichts dieser merkwürdigen Vorgehensweise zu Protokoll.

... und Lug und Trug

Offensichtlich hatte wingas-Projektleiter Edelkamp dennoch sein Standing noch nicht wieder gefunden. Er, der immer wieder betont hatte, wie emotionslos die Gasproms an die Sache rangingen, echauffierte sich, er verstehe nicht, warum Frauenfeld immer wieder von einer Existenzbedrohung der Winzer rede und „Bauer und Clauer auf das Schild hebe”, obwohl diese nie von Existenzgefährdung geredet hätten und mit der Trasse einverstanden seien, das habe ihm Herr Clauer „heute morgen noch bestätigt”. Die regierungspräsidiale Versammlungsleiterin, Frau Gaudin, ergänzte noch, ein unabhängiges Institut habe die Gefährdung ebenfalls verneint. Damit , kippte unsere Argumentation. Die RNZ titelte folgerichtig am nächsten Tag „Gehen Heidelbergs Gegnern der Erdgastrasse die Argumente aus?”.

Heute stellt sich eher die Frage, wem da die Argumente ausgegangen waren. Denn als Winzer Clauer am Donnerstag in der RNZ von seiner angeblichen Einigung mit den Gasproms las, meinte er, er sähe nicht recht. Niemals, so Clauer, habe er Verhandlungen mit den Firmen geführt. Von einer Einigung könne keine Rede sein. Die Aussage Edelkamps sei unwahr und ehrrührig, so Clauer gegenüber dem punker. Edelkamp habe das beim gestrigen Erörterungstermin auch zugestehen müssen und eine Klarstellung in Form einer RNZ-Anzeige zugesagt.

Diese erschien am 14. Oktober (die Anzeige im Wortlaut)

Die SEL-Anzeige, klicken für Textversion

Die SEL widerruft

Das war's dann wohl

Bereits mit der Festlegung des Regierungspräsidiums im Raumordnungsverfahren, beide zur Diskussion stehenden Varianten nur dann als gleichwertig zu erachten, wenn eine Existenzgefährdung der Winzer nachzuweisen sei, war eine Vorentscheidung gefallen. Damit war die Rohrbacher Variante durch, wenn es den Gasproms gelänge, sich finanziell mit den Winzern zu einigen. Für die Multis aber, spielt Geld offensichtlich keine Rolle. Und die Winzer? Wenn sie tatsächlich gefährdet sind, haben sie keine Alternative als sich vor Abschluss des Verfahrens mit den Firmen einigen, um den Preis möglichst hoch zu halten.

In dem Szenario, dass das Regierungspräsidium abgesteckt hatte, waren Umwelt und Landschaftsschutzaspekte nur die Kulisse. Letztendlich kann kein Einwender mehr wirklich prüfen, wie stichhaltig die Gutachten der Gasproms sind. Wir hatten nicht mehr gefordert als eine faire Prüfung aller Varianten, so detailliert, wie das bei dre Rohrbacher Trasse geschehen ist. Erhalten haben wir ein Phantomgutachten. Der Erörterungstermin wurde so zur Farce, ein Possenspiel, bei dem sich Antragsteller und entscheidende Behörde die Bälle zuspielten. Es fällt schwer zu glauben, dass die Entscheidung nicht längst vorher gefallen war. Dass dabei zudem mit offensichtlichen Unwahrheiten gearbeitet wurde, ist skandalös und beschämend.

Die Sache ist gelaufen. Die Trasse wird auf Rohrbacher Gemarkung realisiert werden. Haben wir also verloren? Ja. Aber nicht nur. Wenigstens wird der Trassenverlauf nicht ganz brachial durch die Weinberge führen, sondern an deren Rand entlang. Aber ein weiteres Stück Landschaft, Natur wird unwiederbringlich zerstört werden.

Der Kampf gegen die Erdgasleitung hat aber vielleicht auch den Blick geschärft und den Willen, weitere Eingriffe in unser bisschen Umland nicht mehr zuzulassen.

Und er hat Einblicke ermöglicht in die lächelnden, kompetenten, emotionslose abwägenden Gesichter auf der dunklen Seite der Macht.

Demokratur

Eine Polemik von Dr. Ursula Röper

Jetzt wissen wir, was ein Erörterungstermin ist: Das ist ein Termin, an dem man vom Regierungspräsidium (RP) mitgeteilt bekommt, dass man nichts zu sagen hat. Erst freundlich, fast versteckt, wenn man aber lästig wird und Argumente und Fragen wiederholt, wird gnadenlos gedeckelt. Und irgendwann wird klar: Es ist sowieso schon alles entschieden. Wer gehört werden möchte, muss klagen.

Im Falle der Anhörung zur geplanten Gasleitungstrasse durch’s Rohrbacher Feld sieht das so aus: Wir werden vom Antragsteller (das ist der Monopolist E·on im weitesten Sinne – in letzter Zeit sowieso nicht gerade durch besondere Bürgernähe aufgefallen) mit der Aussicht auf „überzeugende Argumente“ erfreut. Als es soweit ist und wir auf Argumente warten – kommen keine. Dafür erzählt man uns Dinge, die wir schon kennen, gegen die wir Einspruch erhoben und mit guten Argumenten protestiert haben, ebenso wie der Heidelberger Gemeinderat und Bürgermeister Dr. Würzner. Aber was passiert auf unsere Nachfrage nach Steinbruch samt schwermetallhaltiger Deponie und damit verbundener Grundwassergefährdung, nach unserer Forderung für ein verbessertes Gutachten, das wirklich die Detailstreckenführung verschiedener Varianten vergleicht? Und, lassen sich bienenfleißig gezählte Ökopünktchen wirklich mit Naherholungsgebiet, alten Obst- und Weingärten, gewachsener Kulturlandschaft vergleichen?

In Ost und West jenseits der öffentlichen Kontrolle:
Die neuen Oligarchien (Organigarmm-Quelle: www.sel-erdgasleitung.de/downloads/Wingas_EONRuhrgas.ppt)

Interessanterweise weist uns eine Vertreterin des RP auf folgendes hin: Eigentlich habe man die Vorzugsvariante (Nussloch) und die Rohrbacher Variante nicht vergleichen können, insbesondere wegen der Deponie, die nicht bewertet werden könne (interessant, auf was wir uns da einlassen sollen). Daher habe man einfach entschieden, beide Varianten gleichwertig zu setzen. Und wenn die Winzer nicht existenzgefährdet seien, bzw. abgefunden werden könnten, sei Rohrbach eben die neue Vorzugstrasse.

Da denkt der punker: Wie kommt das RP eigentlich zu seinen Entscheidungen? Entscheiden die mit Gänseblümchen-Zupfen? Mit dem Würfel? Mit wessen Hilfe? Oder was? Wenn wir unsere Entscheidungen so treffen würden …

Und die Gas-Partei? Die Deponie-Frage wird schlichtweg ignoriert. Bei der Gutachtenfrage müssen die Heidelberger 5x nachfragen, wir haben einen zähen Bürgermeister und einen zähen Stadtteilvereinsvorsitzenden, aber zunächst ohne Erfolg. Als es dann der Gas-Partei ungemütlich wird, geht sie erst mal zum Gegenangriff über. Die vorübergehende Abwesenheit der Winzer wird benutzt, um zu behaupten, diese wären mit der Trassenführung einverstanden und hätten sich längst geeinigt – was nicht stimmt, wie sich später herausstellt. Danach wird Dr. Würzner zwar nicht direkt eine Lüge, aber ein durchaus schlechtes Gedächtnis unterstellt, als er behauptet, eine Folie mit Trassenvarianten noch nie gesehen zu haben. Zum Glück geht die Taktik nicht auf, denn es gibt drei weitere Zeugen im Saal, die bei der fraglichen Gemeinderatssitzung dabei waren.

Nun hätte eigentlich guter Rat teuer für die Gas-Partei sein müssen, aber das Regierungspräsidium als Deus ex Machina schickt ein neues Argument: Es gebe doch schon ein neues Gutachten, seit 3 Tagen im RP vorliegend. Da staunt das Publikum. Da staunt auch die Gas-Partei, fasst sich aber schnell und belegt das „Gutachten“ mit einer veralteten Folie.

Ob wir überhaupt glauben können, dass es dieses Gutachten gibt und ob es diesen Namen verdient, interessiert keinen. Dass Dr. Würzner dagegen protestiert, dass es noch nicht einmal die Stadt Heidelberg zu Gesicht bekommen hat, auch nicht.

Was lernen wir daraus? Wer Gas hat, hat Recht. Dagegen hilft allenfalls ein Gericht.

Und noch eine Begehung ...

(15. Juli 2005)

Landwirtschaftsminister Peter Hauk auf den Spuren der Erdgasleitung

von Hans-Jürgen Fuchs

Eingeladen hatte der Heidelberger CDU-Landtagsabgeordnete und Gemeinderat Werner Pfisterer. Gekommen waren neben dem Minister für den ländlichen Raum, Peter Hauk, die beiden Winzer Werner Bauer und Philipp Clauer, Bernd Frauenfeld (Stadtteilvereinsvorsitzender), Thomas Schmich (HeidelbergCement), Klaus Weirich (Stadtrat Rohrbach) und Hans-Jürgen Fuchs vom punker.

Winzer Bauer, Werner Pfisterer, Peter Hauk, Thomas Schmich, Klaus Weirich und Bernd Frauenfeld

Große Bedenke äußerte einmal mehr der Vertreter von HeidelbergCement. Die geplante Trasse verläuft unmittelbar an der Abdichtung der renaturierten Deponie im ehemaligen Rohrbacher Steinbruch vorbei. Eine Beschädigung der Abdichtung könnte das Grundwasser gefährden.

Naturgemäß gab es wenig Neues zu berichten. Der Minister hat keinen direkten Einfluss mehr auf das Verfahren, das nun beim Regierungspräsidium anhängig ist. Aber Pfisterer, Hauk und der neue Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner kennen sich ja gut und möglicherweise nützt der Einblick, den Peter Hauk erhielt doch etwas. Wie drückte es die RNZ-Redakteurin Bettina Weiss so schön aus: „Minister Hauk, der aufmerksam und interessiert zuhörte, zeigte großes Verständnis für die Sorgen der Menschen vor Ort. „Der Blick der Mitarbeiter des Präsidiums wird durch meinen heutigen Besuch verschärft – darauf können Sie sich verlassen“, versprach er in kleiner Runde nach der Ortsbegehung. „Die Varianten müssen überprüft werden“, so der Minister.”

Nun denn: Prosit und: Schaumermal und hoffen auf den Blick der Mitarbeiter des RP.

Pfisterer, Weirich, Hauk und Clauer beim Weintrinken

punker übergibt 426 Einsprüche gegen die Gasleitung

(24. Juni 2005)

Hans-Jürgen Fuchs

Die Gasproms haben die Rohrbacher Variante für den Neubau der Gasleitung offiziell beantragt, die Einspruchfrist ist abgelaufen. Es war die letzte Chance, Einspruch zu erheben. Der punker hat sich mit einem eigenen Sammeleinspruch beteiligt. An drei Samstagen, beim Museumsfest und beim Stadtteilfrühstück haben wir Unterschiriften gesammelt.

Unterschriftensammlung des punker gegen die Erdgasleitung

Insgesamt 426 Rohrbacherinnen und Rohrbacher unterstützten den Einspruch durch Ihre Unterschrift. Nun wurden die Listen von den punker Vorständen Ursula Röper und Achim Stegemann im Technischen Bürgeramt übergeben. Auch viele Bauern und Winzer haben inzwischen Einspruch erhoben.

 

Die Einspruchfrist läuft:
Planungsunterlagen zur Gasleitung liegen aus

(4. Mail 2005)

Nachdem die Gasproms die Rohrbacher Variante für den Neubau der Gasleitung offiziell beantragt haben, werden die Unterlagen der abgeneigten Bevölkerung vom 9. Mai bis 8. Juni zu den üblichen Öffnungszeiten öffentlich im Technischen Bürgeramt, Prinz Carl, Kornmarkt 1, und

am 11. und 12. Mai im Bürgeramt Rohrbach, Rathausstraße 43,

ausgelegt.

In dieser Zeit und danach noch zwei Wochen haben alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Einwände gegen die Trassenführung vorzubringen. Diese werden an die Unternehmen weitergeleitet, die danach die Trassenführung überarbeiten können. Im Spätsommer findet dann der Erörterungstermin statt, zu dem alle, die zuvor ihre Einwände vorgebracht haben, eingeladen sind.

Soll der Gasleitung weichen: Der Hohlweg zum Weingut Clauer

 

Düstere Aussichten für Rohrbach?

Damit tritt das Projekt in eine neue Phase. Eigentlich geht es nun nicht mehr darum, ob die Gasleitung auf Rohrbacher Gemarkung gebaut werden wird oder wo anders. Die Chancen, den Bau hier zu verhindern, sind nach dem Planfeststellungsantrag der Gasfirmen deutlich gesunken. Das musste auch die Karlsruher Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle zugeben, die sich den beantragten Verlauf kürzlich vor Ort ausah. Zwar zeigte sie viel Verständnis für die Anliegen der Rohrbacher Bevölkerung und der Winzer, meinte gar, dass die Gasleitung mit Sicherheit nicht so komme, wie sie heute geplant sei. Auch werde man jedem Einspruch gewissenhaft nachgehen. Das Planfeststellungsverfahren ermöglicht dann auch Klagen, z.B. der Landwirte.

Gerlinde Hämmerle

Nach Abschluss der Offenlage wird es einen Erörterungstermin vor Ort geben, an dem jeder Einsprucherheber teilnehmen und das Wort ergreifen kann. Einspruch kann jeder erheben, nicht nur die betroffenen Landwirte. Damit haben auch Menschen die Möglichkeit, denen einfach nur die Zerstörung der Landschaft gegen den Strich geht. Der punker wird natürlich seinen Einspruch bald formulieren. Wir freuen uns über jeden, der sich uns anschließt.

Regierungspräsidium dementiert:

Entscheidung über Gastrasse ist noch nicht gefallen

(23./25. April 2005)

von Hans-Jürgen Fuchs

Verfrüht sei der Nußlocher Jubel, meint das Karlsruher Regierungspräsidium, laut einem Bericht der RNZ vom 23. April 2005. Noch sei keine Entscheidung gefallen. Dass die Gasfirmen die Rohrbacher Variante beantragten, hieße nicht, das diese auch verwirklicht werde. Nußloch sei akut zwar nicht bedroht, man könne also nur „vorläufig” jubeln. Die Begehung am Montag (s.u.) mache also durchaus Sinn.

Die RNZ nennt auch genaue Zeiten: Die Begehung mit der Regierungspräidentin startet um 15:00 Uhr am Kleintierzuchtverein in der Leimer Straße.

Nußlocher Grüne danken Theresia Bauer...

In der gleichen Ausgabe der RNZ bedankt sich der ehemalige Nußlocher Bürgermeisterkandidat der Grünen Roland Fink bei der grünen Landtagsabgeordneten Theresia Bauer für ihre Unterstützung zur Verhinderung der Nußlocher Variante. Die Entscheidung (die noch keine ist) sei eine im Sinne des Umweltschutzes notwendige. So hat jede(r) seine Perspektive...

...Theresia Bauer antwortet Nußlocher Grünen

Zum Leserbrief von Roland Fink errreichte uns folgende Pressemitteilung der Heidelberger Landtagsabgeordneten Theresia Bauer (Bündnis 90 / Die Grünen)
Keine Erdgasleitung auf Kosten der Heidelberger Rebsorten oder Nusslocher Buchen
In einem Leserbrief der Nusslocher Grünen vom vergangenen Samstag konnte der falsche Eindruck entstehen, ich hätte mich als Landtagsabgeordnete für den Bau der Erdgasleitung durch die Wingerte Rohrbachs als „umweltverträglichste Variante“ ausgesprochen. Das ist nicht der Fall.
Ich halte die geplante Trasse der Erdgasleitung für ein Desaster für die Region – sowohl in der Variante auf Kosten Heidelbergs als auch in der auf Kosten Nusslochs. In beiden Fällen ist mit tiefen und nicht zu rechtfertigenden Eingriffen in die Landschaft zu rechnen, die weit über die Schäden der betroffenen Winzer selbst hinausgehen. Deshalb ist keine der beiden Varianten eine gute und umweltverträgliche Lösung.
Verhindert werden hätte dies nur können, wenn die betroffenen Kommunen frühzeitig im Raumordnungsverfahren gemeinsam dafür gesorgt hätten, dass die ursprüngliche dritte Variante entlang der Autobahn ernsthaft geprüft worden wäre. Dies wurde verschlafen.
Jetzt darf nicht nach dem St.Florians-Prinzip agiert werden („heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd´andre an“). Weder die Heidelberger Rebsorten noch die Nusslocher Buchen haben es verdient, der Erdgasleitung zum Opfer zu fallen. Jetzt ist Schadensbegrenzung angesagt und für die Zukunft eine bessere Kooperation, damit berechtigte Natur- und Landschaftsschutzinteressen nicht mehr so leicht gegeneinander ausgespielt werden.

Mehr zum Thema siehe unten und hier...

Die Entscheidung ist gefallen:

Gasfirmen beantragen Rohrbacher Variante

(22. April 2005)

Von Hans-Jürgen Fuchs

Nicht auf Seite 3, wo die Meldung eigentlich hingehört, sondern auf Seite 7 unter „Rund um Heidelberg” meldet die RNZ heute, dass Wingas und EON-Ruhrgas die Trasse durch die Rohrbacher Weinberge beantragen: „Nußloch. Ihre Entscheidung scheint gefallen: Die Energiekonzerne Wingas und EQN-Ruhrgas haben beim Regierungspräsidium die Trassenführung der geplanten Süddeutschen Erdgasleitung (SEL) durch den südlichen Rhein-Neckar-Kreis beantragt. Und bevorzugen dabei die Alternative „Leimen“. Nachdem diese Nachricht Bürgermeister Karl Rühl erreichte, verkündete er das „freudige Ereignis seinem Gemeinderat. Denn: Nußloch würde damit von der Gasleitung verschont bleiben.” Will heißen, dass die Rohrbacher Weinberge nicht verschont werden.

Gasrohr in Frontalsicht

Kein Sandwurm von Arakis soll die Weinberge verschlingen, sondern ein ganz normales Gasrohr mit 1,2 m Durchmesser...

Weiter heißt es in der RNZ: „Wie Karl Rühl auf RNZ-Anfrage bestätigte, wurde nun von der EON-Ruhrgas AG und der Wingas GmbH offiziell das Planfeststellungsverfahren beim Karlsruher Regierungspräsidium beantragt. Das beinhaltet — auch in Nußloch — eine öffentliche Auslegunq der Pläne. Nach Informationen des Rathauschefs soll das vom 9. Mai bis 8. Juni erfolgen. 44 Aktenordner erwartet Rühl dazu in seinem Rathaus…”

Der Nusslocher Rathauschef freut sich: ,,Daran kann man sehen, dass nicht nur die Lautstärke der vorgetragenen Argumente entscheidend ist, so Rühl bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Denn lautstark hatten insbesondere die Rohrbacher gegen die Pipeline-Pläne protestiert. Mit Sternmärschen und hupenden Traktoren…”
Die RNZ-Meldung kommt drei Tage vor dem am Montag, 15:00 Uhr geplanten Besuch der Karlsruher Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle, der eigentlich zum Ziel hatte, dieser die Situation vor Ort in Rohrbach zu zeigen um zu erreichen, dass die Nusslocher Variante mit der gleichen Optimierungssorgfalt untersucht wird wie die Rohrbacher.

Gerlinde Hämmerle hatte und die Begehung anlässlich eines Gesprächs im Januar 2005 zugesagt. Bernd Frauenfeld vom Stadtteilverein und ich als Vertreter des punker hatten versucht, bei der Regierungspräsidentin für eine Gleichbehandlung Nusslochs und Rohrbachs zu werben.

Vorbereitung der Begehung Anfang Januar am Dormenacker
Bernd Frauenfeld, BM Würzner und Winzer Clauer

Vorgesehen war die Begehung eigentlich bereits im Februar. Doch sie wurde von Frau Hämmerle mit Hinweis auf das Wetter (es herrschte strahlender Sonnenschein bei leichten Minusgraden) kurzfristig abgesagt. Ein vielleicht nicht gänzlich unerwünschter Nebeneffekt der Verschiebung war, dass die Gasproms genügend Zeit bekamen, Ihren Planfeststellungsantrag zu formulieren. Welchen Sinn macht nun noch die Begehung, an der aus „organisatorischen Gründen” nur geladene Gäste teilnehmen sollen? Glaubt Frau Hämmerle, wir würden mitarbeiten an weiteren „Optimierungen”?

Wieder nicht funktioniert hat die Weitergabe der Informationen seitens der Stadt Heidelberg. Hatte das ganze Dilemma bereits damit begonnen, dass aus den mittleren Rängen der Verwaltung zunächst grünes Licht für die Gasleitung durch Heidelberger Gemarkung gegeben worden war ohne die Betroffenen anzuhören, so erfahren wir nun über eine Sitzung im Nusslocher Gemeinderat, was nicht „rund um…”, sondern „mitten durch” Rohrbacher Felder abgeht. Das ist mehr als peinlich für eine Verwaltung, die beansprucht, Transparenz für die Bürger zu ermöglichen.

Mehr zum Thema siehe oben und hier...

Problem Gasleitung bleibt uns erhalten

Neulich bei der Regierungspräsidentin…

(Januar 2005)

von Hans-Jürgen Fuchs

Es gibt Dinge, die man lieber nicht ins neue Jahr mit nehmen möchte. Eines davon ist die geplante Gasleitung von Lampertheim bis Bayern, genauer: Deren Rohrbacher Variante. Und die Tatsache, dass die Gasproms sich offensichtlich entschlossen haben, nur noch diese weiter zu planen und die Alternative (Varianate Nussloch) lediglich der Form halber mit zu betrachten. So stellten Vertreter der Gasfirmen dem Umweltausschuss der Stadt Heidelberg einen Vergleich vor, bei dem eine „optimierte“ Rohrbacher Variante, die versucht, die schlimmsten Verwüstungen zu umgehen, einer Nusslocher Planung gegenüber gestellt wurde, die den Hang des Odenwalds mit einer mit dem Lineal gezogenen Trasse durchquert. Derart Äpfel mit Birnen, oder besser: Weinberge mit Buchenwäldern vergleichend, kamen die Gasproms zum Ergebnis, dass für sie nur noch die Rohrbacher Planungen weiter zu verfolgen sind. Wen juckt es da, wenn sich Umweltausschuss und Gemeinderat der Stadt Heidelberg einstimmig gegen die Planung wehren?

Aber noch ist die Leitung nicht im Bau und die Bemühungen, sie zu verhindern werden uns wohl auch in 2005 beschäftigen. Bereits in der ersten Januarwoche fand ein Gespräch zwischen Vertretern der Rohrbacher Trassengegner und der Karlsruher Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle statt. Dem RP kommt eine Schlüsselposition beim anstehenden Raumordnungsverfahren zu.

Frau Hämmerle begrüßte Bernd Frauenfeld vom Stadtteilverein, der das Gespräch vereinbart hatte, und mich mit ihrer persönlichen Referentin und Herrn Wolf, der das Projekt von Seiten es RP betreut. Schnell wurde klar, dass Herr Wolf der Sichtweise der Gasfirmen insgesamt positiv gegenüber steht. Auch bestätigte er, das die Konzerne sich auf die Rohrbacher Variante der Trasse festlegen wollen. Unseren Argumenten, die denen der Resolution des Heidelberger Gemeinderats entsprechen konnte er nicht viel abgewinnen.

Anders Gerlinde Hämmerle. Sie reagierte nachdenklich und zeigte sich beeindruckt von der Geschlossenheit der Ablehnung in Heidelberg. Sie wolle sich die Situation vor Ort ansehen, meinte die Regierungspräsidentin, und sagte uns zu, bald mit Bürgermeister Dr. Würzner Kontakt aufzunehmen und einen Termin für eine Ortsbegehung zu vereinbaren. Wir werden diesen bekannt machen und uns bereits vorher noch einmal eingehend die Folgen der geplanten „optimierten“ Trasse ansehen.

Stadt zieht Klage gegen Gasleitung zurück

(5. Dezember 2006)

von Hans-Jürgen Fuchs

Peter Holschuh, GAL-Gemeinderat teilt uns mit, dass die Verwaltung der Stadt Heidelberg vorgeschlagen hat, den Widerspruch gegen die geplante Erdgasleitung zurückzuziehen. Begründet wurde dies mit mangelnden Aussichten auf Erfolg.

In der Verwaltungsvorlage für den Haupt- und Finanzausschuss heißt es:

„ Nach der im Planfeststellungsverfahren von der Stadt vertretenen ablehnenden Haltung gegenüber diesem Bauvorhaben wurde hiergegen fristwahrend Klage erhoben, um anschließend die der Stadt zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten prüfen zu lassen. ... Nach der förmlichen Klageerhebung beim Verwaltungsgericht Karlsruhe wurde eine auf planfeststellungsrechtliche Fragen spezialisierte Anwaltskanzlei mit der Erstellung eines Gutachtens zu den Erfolgsaussichten der eingereichten Klage beauftragt. Dieses Gutachten liegt inzwischen vor. ... Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die erhobene Klage keine Aussicht auf Erfolg hat, weil sie unbegründet ist. Es liegen weder Verfahrensfehler vor, noch leidet der Planfeststellungsbeschluss unter inhaltlichen Abwägungsfehlern in Bezug auf die Rechtspositionen der Stadt. Vor dem Hintergrund der eindeutigen Aussage des Rechtsgutachtens, dem sich das Rechtsamt
anschließt, empfehlen wir, die aussichtslose Klage beim Verwaltungsgericht zurück zu nehmen, um keine unnötigen weiteren Kosten entstehen zu lassen.

Diesem Vorschlag wurde im Haupt- und Finanzausschuss am 29.11.2006 mehrheitlich zugestimmt.

Zweite Sitzung des Umweltausschusses zur Gasleitung:

Winzer in ihrer Existenz bedroht

von Hans-Jürgen Fuchs

Zur Sitzung des Umweltausschusses am 30.11.2004 waren Betroffene gehört. Eingeladen waren die Haupterwerbswinzer Phillip Clauer und Werner Bauer, die Rohrbacher und Kirchheimer Landwirte vertreten durch Willi Schwengler und Heinrich Kaltschmitt, der Vorsitzende des Stadtteilvereins Bernd Frauenfeld und der Bezirksbeirat Rohrbach, vertreten durch Hans-Jürgen Fuchs.

Die Statements der Betroffenen bestätigten noch einmal, dass die Verlegung einer Gasleitung durch die Weinberge auch in der modifizierten Variante Existenz bedrohende Auswirkungen auf die Haupterwerbswinzer hätte. Außerdem wurde von allen Seiten betont, dass der Charakter Rohrbachs als Weinort u.U. irreparablen Schaden nehmen könnte. Viel zu spät, so Winzer Bauer, habe die Stadt reagiert. Während Nußloch frühzeitig intervenierte, habe man sich in Heidelberg von der Stadt verlassen gefühlt.

Sehr klar wurde in der Sitzung, dass die Gasunternehmen eigentlich nur noch die Rohrbacher Variante betreiben. Während sie hier Trassenalternativen prüften, die etwas weniger zerstörerisch wirken, stellten sie eine Nußlocher Variante dagegen, die ohne Rücksicht auf Verluste gradlinig den Berg hoch quer durch Wälder geht.

Deshalb auch schloss sich der Umweltausschuss einstimmig einem CDU-Antrag an, die Unternehmen aufzufordern, ein weiteres Gutachten mit einer optimierten Nußlocher Variante vorzulegen. Ebenfalls einstimmig wurde ein Antrag der GAL angenommen, der noch einmal die Ablehnung der Gasleitung über Rohrbacher Gemarkung klar zum Ausdruck bringt. Beide Anträge sollen nun dem Gemeinderat vorgelegt werden.

Nicht angenommen wurde ein Vorschlag des Linke Liste Stadtrats Lorenz, der gefordert hatte, die Stadt solle ein eigenes Gutachten in Auftrag geben an Stelle eines Interessen geleiteten Gutachtens der Gasfirmen.

Gasunternehmen werden Planfeststellung für Rohrbacher Trasse beantragen!

(Dezember 2004)

von Hans-Jürgen Fuchs

Jetzt ist es amtlich. Wie unzweideutig aus einem Papier des Ingenieur- und Planungsbüros LANG GbR (Moers /Stuttgart) hervorgeht, das dem punker zuging, werden Wingas und e-on Ruhrgas beantragen, ihre Gastrasse durch Rohrbacher Felder und Weinberge bauen zu dürfen. Wörtlich heißt es in dem Papier:

„Die Vorgaben aus der raumordnerischen Beurteilung sind erfüllt:
Die Schutz- und Erhaltungsziele der NATURA 2000-Gebiete werden nicht erheblich beeinträchtigt.
Es liegt keine Existenzgefährdung der betroffenen Weinbauern vor.

Anhand der nunmehr vorliegenden Ergebnisse ist die Variante Leimen gegenüber der Variante Nußloch die raumordnerisch günstigere Trasse. Aus diesem Grund ist die modifizierte Variante Leimen die Antragstrasse für das Planfeststellungsverfahren.”

Das Papier beschreibt die ökologischen Auswirkungen. Außerdem hebt es immer wieder hervor, dass der Anstieg in den Kleinen Odenwald bei der alternativen Variante Nußloch sehr steil sei. Was eine „erhebliche Fernwirkung mit Sichtbeziehung” habe. Heißt wohl, dass man es weit sehen kann. Außerdem, das schreiben die Firmen aber nicht, wäre es wohl auch viel teurer.

In Luftaufnahmen dokumentieren das Planungsbüro die „verfeinerte” Planung. Der punker hat die geplanten Trassen farblich hervorgehoben und die Beschriftungen hinzu gefügt:

Luftbild mit Trassenführung

Luftbild mit Trassenführung

Luftbild mit Trassenführung

Pappnase 2004 geht an die gasproms

(November 2004)

Alles andere wäre eine Überraschung gewesen. Die Pappnase, die vergeben wird für den "Verlust des Spürsinns für die Belange der Rohrbacher Bevölkerung" geht dieses Jahr an Wingas und Ruhrgas, die ihre Gasröhren quer durch das Rohrbacher Feld und die Weinberge wühlen wollen.

Es gab natürlich auch andere Vorschläge. Zum Beispiel wurde der Rohrbacher Werner Pfisterer genannt, der zu ehren sei für seine Verdienste um die städtischen Finanzen im Zusammenhang mit dem Bau der Kirchheimer Straßenbahn. Vorgeschlagen wurde auch der-/diejenige in der Stadtverwaltung, der/die dafür verantwortlich war, dass die Stadt die Brisanz des Gasleitungsbaus zunächst falsch eingeschätzt hatte und eine positive Antwort gegeben hatte. Auch das Karlsruher Regierungspräsidium wurde nominiert, war es doch für das wundersame Schrumpfen der Gastrasse verantwortlich und agierte damit klar in der Tradition des Rohrbacher Bermudadreiecks.

Der erweiterte Vorstand des punker entschied sich schließlich aber doch für die gasproms, die letztendlich den entscheidenden Schritt zur Planfeststellung tun werden und deren Bagger sich dann durch unsere Natur wühlen sollen. Die Verleihurkunde soll am 30. November übergeben werden. Dann nämlich tagt der Umweltausschuss der Stadt nochmals zum Thema. Betroffene sollen gehört werden, Haupterwerbswinzer, Landwirte, der Vorsitzende des Stadtteilvereins und ein Vertreter des Bezirksbeirats. Wahrscheinlich werden die gasproms ebenfalls vertreten sein. Noch ist unklar, ob die Sitzung öffentlich ist. Wir werden Sie informieren.

Gemeiderat gegen Erdgasleitung durch Rohrbacher Felder

(Oktober 2004)

Bericht von der Sitzung des Umweltausschuß am 20.10.04

von Gernot Hois

Haupttagesordnungspunkt der Sitzung des Umweltausschuß am 20.10.2004 war die Stellungnahme SEL zur geplanten Gasleitung durch die Rohrbacher Gemarkung, die so genannte Leimener Variante. Aus dem Raumordnungsverfahren für die geplante Gasleitung waren zwei Varianten übrig geblieben: Die Leimer Variante, die eigentlich eine Rohrbacher ist und die Variante Nußloch. Das Regierungspräsidium Karlsruhe stimmte beiden Trassen als gleichrangig zu, unter der Vorraussetzung, dass keine Existenzgefährdung der Weinbauern vorliegt und es zu keiner erheblichen Beeinträchtigung der Entwicklungs- und Erhaltungsziele des FFH-Gebietes kleiner Odenwald kommt.

H. Eidenkamp, Projektleiter der SEL stellte mit gewissem Stolz in der Stimme die Ergebnisse der von den Gasfirmen erstellten Verträglichkeitsstudie vor. Es läge keine erhebliche Beeinträchtigung des FFH Gebietes auf Heidelberger Gemarkung vor, bedingt vor allem durch die sensible Trassenführung der SEL. Auch der Leimener Steinbruch werde nur am Rande berührt, es gäbe keinen Nachweis auf Wanderfalken innerhalb des Vogelschutzgebietes. Die Trassenführung werde auch unter besonderer Berücksichtigung der Weinanbauflächen durchgeführt. Der Arbeitsstreifen werde an den betreffenden Stellen auf 12 m reduziert, so dass nur durchschnittlich 5,3 % der betroffenen Weinanbaufläche zerstört würden. Damit läge keine auch Existenzgefährdung der Weinbauern vor.
Dem gegenüber sei die Nußlocher Trassenführung mit einem erheblichen Eingriff in einen Buchenwald verbunden, einer Fläche, die zudem vor kurzem zum FFH Gebiet erklärt worden sei.

Damit wird die Gasleitung durch Rohrbacher Gemarkung realistisch. Es stehen, so die Zusammenfassung der Vergleichsstudie, ein ökologisches Gesamtdefizit der Variante Nußloch von 750.000 ÖKW (Ökologischen Werteinheiten) dem der Variante Leimen mit 250.000 ÖKW gegenüber.

Der Gemeinderat, voran Umweltbürgermeister Würzner, sprachen sich gegen die geplante Trasse aus und stehen damit geschlossen hinter den Rohrbachern. Hier würden Äpfel mit Birnen verglichen. Buchenwald sei nicht gleich zu setzen mit speziellen Rebsorten. Würzner forderte die SEL zu detallierteren Vergleichsstudien auf. Der Gemeinderat wird in der nächsten Sitzung des Umweltausschusses eine Resolution gegen die geplante Trasse unterzeichnen. In dieser Sitzung des Umweltausschusses sollen auch die Betroffenen, Weinbauern und Hobbywinzer gehört werden.

Die Vertreter der SEL nannten den Protest gegen die Erdgasleitung zwar nachvollziehbar, doch er sei nicht das ausschlaggebende Argument. Die Trasse Leimen sei aus ihrer Sicht vertretbar. Anfang Januar 2005 werden die Gasfirmen das Planfestellungsverfahren einreichen.

Betroffene Flächen

 

Nußloch

Leimen

Wald

49.300 m²

17.700 m²

Obstwiesen

4.300 m²

10.900 m²

Kleingehölze etc.

14.900 m²

11.400 m²

Rebflächen

-

6.500 m²

Sonstige Nutzungen, Äcker, Grünland etc.

33,9 ha

31,9 ha

Summe

40,7 ha

36,5 ha

Leitungslänge

11.900 m

11.370 m

 

 

 

Mit aller Deutlichkeit …

(16.08.2004)

Stadtteilverein schreibt an Ruhrgas AG

Der Stadtteilvereinsvorsitzende Bernd Frauenfeld wandte sich dieser Tage an die Ruhrgas AG und erneuerte seine Einwände gegen die geplante Erdgarleitung über Rohrbacher Gemarkung. Wir dokumentieren den Brief ungekürzt:

Dr. Lenz
Im Hause EON Ruhrgas AG
Huttropstraße 60

45138 Essen


Stadtteilverein Rohrbach e.V., Rathausstr. 43, 69126 Heidelberg
Heidelberg, den 16.08.2004

Süddeutsche Erdgasleitung (SEL), sogenannte Variante Leimen / Ost, betroffene Gemarkung Stadt Heidelberg – Stadtteil Robrbach


Sehr geehrter Herr Dr. Lenz,

in meiner Eigenschaft als Vorsitzender des Stadtteilvereins Rohrbach erlaube ich mir, ungeachtet der bereits stattgefundenen Kontakte mit Ihren Mitarbeitern, nunmehr auf der Ebene des Vorstandes noch einmal vorstellig zu werden.

Ich gehe bei der Abfassung dieses Schreibens davon aus, dass Sie über die Einzelheiten der vorstehenden Problematik informiert sind, bzw. binnen kurzer Frist entsprechende Informationen erhalten können. Der Unterzeichner spricht ausdrücklich im Namen der Mitgliederversammlung des Stadtteilvereins Rohrbach einschließlich der diesem angeschlossenen Institutionen, wie sämtlichen in Rohrbach ansässigen Vereinen, Gruppen und Organisationen.

 

In der Sache geht es mir um folgendes:

  • Ein bekanntlich abgeschlossenes Raumordnungsverfahren hatte zum Ergebnis, dass ursprünglich drei mögliche Trassenvarianten, die die Stadt Heidelberg betroffen hätten, überprüft wurden, wonach zwei Varianten übrig blieben. Die eine war und ist die uns tangierende Variante Leimen bzw. Ost.
  • In Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens war Ihnen sowie Ihren Mitbetreibern die Prüfung dieser übrig bleibenden Varianten in ihrer Machbarkeit und Verträglichkeit aufgegeben.
  • Sowohl gegenüber dem Regierungspräsidium als dem Entscheidungsträger, als auch gegenüber Ihrem Hause bzw. der Firma Wingas GmbH wurde zunächst auf schriftlichem Wege dargetan, weshalb die Variante Leimen aufgrund massiver Eingriffe in den hiesigen Kulturbereich nicht weiter zu verfolgen wäre.

Im Rahmen einer groß angelegten Demonstrationsveranstaltung vom 10.07.2004 unter Beteiligung der örtlichen und überörtlichen Medien hatten wir auch nach außen verdeutlicht, weshalb eine Akzeptanz weder heute noch morgen in Frage kommen kann.

  • Über die einhellige Ablehnung der Maßnahme in der gesamten Rohrbacher Bevölkerung befinden wir uns in uneingeschränktem Einvernehmen mit der Stadt Heidelberg, deren Gemeinderat einschließlich sämtlicher Fraktionen und Parteien.
    Diese Ablehnung geht dabei weit über den kommunalen Bereich vor Ort hinaus. Sämtliche Abgeordnete des Bundestages aus hiesigem Wahlbezirk sowie deren Kollegen und Kolleginnen aus dem Gremium des Landtags Baden-Württemberg haben entsprechende schriftliche Stellungnahmen an den Entscheidungsträger – das Regierungspräsidium Karlsruhe – übermittelt.
  • Ganz offensichtlich auf diese Initiative hin, erfolgten seitens Ihres Unternehmens und Ihrer Partner Gespräche, mir bekannt in jedem Falle mit dem Landtagsabgeordneten Herrn Pfisterer (CDU) sowie dessen Kollegen Wichmann (SPD). Ich hatte selbst Gelegenheit bei dem Gespräch mit Herrn Pfisterer und den Herren Exner sowie Maedge zugegen zu sein.
    Insbesondere den Inhalt dieses Gespräches sowie die dort geäußerte Bestimmtheit im Hinblick auf den laufenden Entscheidungsprozess zum Nachteil unseres Stadtteils nehme ich zum Anlass für dieses Schreiben.

     

Ich halte dabei fest, dass nach dem Willen des Raumordnungsverfahrens hier zunächst einmal jedenfalls zwei Varianten zur Weiterverfolgung anstanden. Nunmehr erfahre ich von Ihren Mitarbeitern, dass, aus welchen Gründen auch immer, als einzige Variante die sogenannte Variante Leimen weiter bearbeitet werde. Als Grund versucht man angebliche FFH-Festsetzungen auf der Alternativtrasse zu vermitteln. Dies im Übrigen ungeachtet der Tatsache, dass auch bei der uns betreffenden Variante solche Gebiete betroffen wären.

Sehr geehrter Herr Dr. Lenz, ich möchte mit aller Deutlichkeit davor warnen, die erheblichen und mit guten Argumenten geführten Bedenken der Rohrbacher Bevölkerung gewissermaßen mit einem Handstreich wegzuwischen. Noch einmal mache ich auf diesem Wege deutlich, dass eine Inanspruchnahme hiesiger Gemarkung wie nunmehr angeplant nicht vermittelbar ist und von sämtlichen, im Vorstehenden genannten Personen und Gruppierungen nicht hingenommen werden wird.

Die Entwicklung der Dinge empfinde ich insbesondere deshalb als unerträglich, da mir bekannt ist, dass Ihr Unternehmen sowie Ihre Mitbetreiber gegenüber dem Umweltdezernat der Stadt Heidelberg die Zusage gegeben haben, zu Beginn des Monats Oktober im Umweltausschuss die beiden betroffenen Varianten noch einmal noch einmal zu besprechen. In einer solchen Vorsprache sehe ich bei der nunmehr angeblichen Klarheit im Hinblick auf die Trassenwahl keinen Sinn. Auch diesbezüglich bitte ich – allerdings mit allem Nachdruck – noch einmal um eine Überprüfung Ihres Standpunktes.

Ich entnehme der Presse, dass seitens der Betreiber geplant sei, mit der entsprechenden Verlegung der Leitung noch zuzuwarten. Dies bringt unser Anliegen natürlich insofern keinen Schritt weiter, als ganz offensichtlich das Genehmigungsverfahren ausschließlich in unsere Richtung weiter betrieben wird.

In der Begründung der zeitlichen Verschiebung wird nach den vorliegenden Presseinformationen angeführt, dass das bisherige Verfahren weitere Möglichkeiten der Trassenführung hervorgebracht hätte, die weiter im Einzelnen zu beleuchten wären. Wenn dem so ist, was ich begrüßen würde, dann halte ich allerdings eine Fortführung der Planfeststellung wie vorbeschrieben für nicht nachvollziehbar. Auch diesbezüglich bitte ich Sie um Überprüfung in der Sache.

Wir würden es ausdrücklich begrüßen, wenn die wann auch immer erfolgende Verlegung der Süddeutschen Erdgasleitung ohne Bemühung des Rechtsweges und ohne unliebsame Auseinandersetzung eine Lösung erfahren würde, die den sonst drohenden massiven Einschnitt in die Belange Rohrbachs obsolet machen würde.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Frauenfeld
1. Vorsitzender

Liebling, ich habe die Trasse geschrumpft!
Oder: Die Rückkehr des Rohrbacher Bermudadreieck

(Juli 2004)

Von Hans-Jürgen Fuchs

Viele wähnten sich in Sicherheit: Das berüchtigte Rohrbacher Bermudadreieck, das vor einiger Zeit einen großen Park verschlungen und als Piazza wieder ausgespuckt hatte, hat uns seit vielen Monaten in Ruhe gelassen. So dass man dachte, es hätte sich in andere, womöglich wärmere Gefilde zurück gezogen. Doch weit gefehlt! Das Bermudadreieck meldet sich zuürück. Und wieder verschlingt es etwas und spuckt es verkleinerter wieder aus.
Diesmal geht es nicht um Gelände, das heißt eigentlich geht es wohl um Gelände, aber das Bermudadreieck gaukelt und vor, es sei genügsam geworden. Es frisst zunächst einmal kein Gelände, sondern Zahlen. Und die spuckt es auch wieder aus. Und, wir ahnen es schon, es spuckt die Zahlen verkleinert wieder aus. So wird die Trasse durch die Rohrbacher Weinberge von Tag zu Tag schmäler. War in den ursprünglichen Plänen die das Regierungspräsidium Karlsruhe herausgab noch von 34 m Arbeitsbreite die Rede, so schrumpfte die für den Bau notwendige Trasse zwischenzeitlich auf „ca. 10 m".

Interessant ist ein Vergleich der Skizzen die vom Regierungspräsidium vorgelegt werden. In den Vorlagen für den Gemeinderat und den Bezirksbeirat gab es derer zwei zu sehen: Eine für die Verlegung der Erdgasröhre im Feld und eine zweite für die Verlegung im Waldgebieten.

Gasleitung im Feld

Aus der Vorlage für Gemeinderat und Bezirksbeirat: Verlegung der Gasleitung im Feld. Breite: 34 m.
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Gasleitung im Wald

Aus der Vorlage für Gemeinderat und Bezirksbeirat: Verlegung der Gasleitung im Wald. Breite: 24 m.
Klicken für größere Version.

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Am Samstag den 17 den Juli 2004 veröffentlichte nun die RNZ dieselbe Skizze nur mit anderen Maßangaben. Da werden aus einer 5 m breiten Fahrspur eine 3,70 m breite, aus dem 3,50 m breiten Gelände für den Mutterboden ein 2 m Streifen, der Rohrgrabenaushub beansprucht plötzlich nur noch vier statt sechs Meter usw..

RNZ: Gasleitung im Feld

Aus der Rhein-Neckar-Zeitung: Verlegung der Gasleitung im Wald. Breite: „zehn bis zwanzig Meter”.
Klicken für größere Version.

Frei nachdem Motto: Was schert mich meine Skizze von gestern. Aus den neuen Angaben wird flugs eine Breite von "zehn bis zwanzig Metern" errechnet. Aber auch da schlägt das Bermudadreieck wieder erbarmungslos zu! Addieren wir die Angaben auf der in der RNZ veröffentlichten Zeichnung, so kommen wir auf 17,2 Metern. Das liegt nun tatsächlich irgendwo zwischen 10m und 20 m. Aber wenn man ehrlich sein will, dann doch eher bei 20 Metern als bei 10 Metern.

Wenn die Sache nicht so ernst wäre, könnte man schmunzeln und sagen: "Nicht jedem liegt halt die Mathematik!". Doch leider ist es so einfach nicht. Wenn nämlich erst einmal das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist und mit dem Bau begonnen wird, dann wird es wieder heißen: "Was schert uns unser Geschwätz von gestern!". Dann werden die Bagger kommen, gefahren von Baggerfahrern, die ihre Pläne lesen, aber sicher nicht die Mathematik-Kapriolen der Vorgeschichte nachvollziehen können. Und dann, so steht zu befürchten, wird das eintreten was viele hier in Rohrbach glauben: Unsere Weinberge werden auf einer Breite platt gemacht, die irgendwo zwischen 20 Metern und 34 Metern liegt, aber ganz sicher nicht bei 10 Metern!

Gegendarstellung zum Bericht in der RNZ am 13. Juli 2004

(Juli 2004)

Am Dienstag, 13. Juli reagierte das Regierungspräsidium auf die Demonstration in Rohrbach. Der darauf folgende Bericht in der ersten RNZ lautete folgendermaßen:

Gas-Trasse muss nicht frei bleibt
Regierungspräsidium reagiert

rok. Die Trasse für die Gasleitung braucht keine 34 m Breite frei bleibende Schneise. Während der Bauphase sei zwar mit einer 10 m breiten Schneise zu rechnen, hieß es gestern vom Regierungspräsidium Karlsruhe, aber nach der Verlegung der Erdgasrohre könnte darüber wieder landwirtschaftliche Fläche entstehen, die komplett bepflanzt wird. Eine so genannte Freihaltetrasse sei die nötig.
Am Wochenende hatte es in Rohrbach Maße massive Proteste gegen Pläne gehagelt, eine Gasleitung durch die Weinberge zwischen Rohrbach und Leiden zu ziehen. Vor allem das Argument, über der Gasleitung müsste eine Trasse von 34 m frei bleiben, hatte Winzer und Landwirte erschreckt. Das habe nach der gestrigen Aussage aus Karlsruhe jedoch keinen Wahrheitsgehalt. Überhaupt müsse die Gasleitung nicht zwingend durch Rohrbacher Gelände führen. Das Raumordnungsverfahren ist noch nicht entschieden, ein Antrag auf Planfeststellung von Ruhrgas AG und wingas liegt noch nicht vor. Es sei gut möglich, dass die Unternehmen das Projekt auf Eis legen, vermutete das Regierungspräsidium. Zwei Trassenvarianten seien im Gespräch. Eine führt entlang der Autobahn an Mannheim, Ladenburg, Dossenheim und Eppelheim vorbei und geht von Walldorf nach Stuttgart, die zweite zwischen Rohrbach und Leimen Richtung Meckesheim und Helmstadt-Barken in Richtung Stuttgart.

Dies konnte so nicht stehen bleiben. Eine Gegendarstellung der Veranstalter erschien dankenswerter Weise bereits am darauf folgenden Tag. Die RNZ veröffentlichte unsere Widerworte in leicht gekürzter Form. Wir dokumentieren sie hier ungekürzt.

Gegendarstellung

Unter der Überschrift „Trasse muss nicht frei bleiben” berichtet die RNZ vom 14. Juli 2004 über die Reaktion des Regierungspräsidiums auf die Proteste in Rohrbach gegen die geplante Erdgasleitung. In diesem Bericht werden unrichtige Behauptungen aufgestellt, die wir entschieden zurückweisen.
Im Bericht wird behauptet, während der Bauzeit sei mit einer 10 m breiten Schneise zu rechnen, die hinterher komplett wieder bepflanzt und landwirtschaftlich genutzt werden könne. Außerdem wird gesagt, „vor allem das Argument, über der Gasleitung müsste eine Trasse von 34 Metern frei bleiben, hatte Winzer und Bauern erschreckt. Das habe nach der gestrigen Aussage aus Karlsruhe jedoch keinen Wahrheitsgehalt.“

Wir, die Veranstalter der Aktion am 10. Juli 2004 stellen zu den im Bericht wiedergegebenen Aussagen folgendes fest:

    1. Während der Bauzeit der Erdgasleitung ist mit einer 34 Meter breiten Schneise durch die Felder und Weinberge zu rechnen. Dies geht sowohl aus den Gemeinde- und Bezirksbeiratsvorlagen der Stadt Heidelberg hervor, als auch aus der gemeinsamen Presseerklärung der Regierungspräsidien Karlsruhe und Stuttgart vom 25. März 2004. Darin heißt es: „Während der Bauphase wird die Leitung innerhalb einer Regelarbeitsstreifens von 34 m verlegt. Im Wald und in besonders sensiblen Bereichen hat der Arbeitsbereich eine Breite von 24 m. Insgesamt ist auf Dauer ein Schutzstreifen von 10 m Breite von baulichen Anlagen freizuhalten.” Die im RNZ-Bericht wiedergegebene Aussage des Regierungspräsidiums steht also im Widerspruch zu dessen eigener Pressemitteilung.
    2. Im Bericht wird behauptet, die Schneise könne hinterher komplett wieder landwirtschaftlich genutzt werden. In der o.g. Presseerklärung der Regierungspräsidien heißt es allerdings: „langfristig und dauerhaft … dürfen links und rechts der verlegten Leitung keine tiefwurzelnden oder hochwachsenden Bäume angepflanzt werden”. Ein Streifen von 6,20 m müsse „stockfrei“ gehalten werden. Unklar ist, ob eine Neupflanzung von Rebstöcken in diesem Streifen möglich sein wird. Denn diese sind bekanntlich extrem tief wurzelnd.
    3. Vor allem aber wird behauptet, Bauern und Winzer seien vor allem auf die Straße gegangen, weil sie wissentlich oder unwissentlich von der Behauptung aufgeschreckt worden seien, die Trasse müsse auch nach dem Bau auf 34 m Breite frei gehalten werden. Diese Aussage ist falsch und wir weisen sie entschieden zurück. Wie aus dem Aufruf zum Sternmarsch und der Internetseite eines der Veranstalter (www.derpunker.de) eindeutig hervorgeht haben wir das nie behauptet. Im Aufruf heißt es: „Bis zur vollständigen Rekultivierung insbesondere der Rebflächen werden Jahre vergehen. Die möglicherweise dauerhafte Zerstörung von Rohrbach wie wir es kennen und schätzen, wäre nicht auszuschließen.” Denn Rebstöcke brauchen nun einmal 6-7 Jahre bis sie wieder tragen. Viele Hobbywinzer, die heute um die 50 sind, würden nicht mehr neu beginnen. Für die Haupterwerbswinzer wären die wirtschaftlichen Folgen fatal. Die Bauern haben unseren Aufruf sehr wohl verstanden. Auf einem Plakat war z.B. zu lesen: 7 Johr kohn Rohbacher Wei, mensch do verreksch debei!“

Erfreulich an den Einlassungen des Regierungspräsidiumd finden die Veranstalter der Proteste allerdings den vorletzten Absatz, in dem es heißt, die Gasleitung müsse nicht zwingend über Rohrbacher Gebiet führen und noch sei nichts entschieden. Die Proteste zeigen Wirkung!

Bernd Frauenfeld Dr. Günter Fuhrken Hans-Jürgen Fuchs
Stadtteilverein Rohrbach Obst- und Weinbauverein Rohrbach der punker e.V.

Sternmarsch am 10. Juli 2004

(Juli 2004)

»der punker«, der Stadtteilverein Rohrbach und der Obst- und Weinbauverein Rohrbach riefen zu einem Sternmarsch am 10. Juli 2004 auf. Damit wollten wir ein unüberseh- und unüberhörbares Zeichen setzen gegen die Zerstörung des Rohrbacher Feldes durch eine geplante Erdgasleitung:

Rohrbach wehrt sich: Die Wingas GmbH und die Ruhrgas AG wollen eine neue Gasleitung bauen, die vom südhessischen Lampertheim bis nach Amerdingen in Bayern reichen soll. Dabei soll ein Teil der Leitung auch über Rohrbacher Gebiet führen. Ein Streifen von der fünffachen Breite der Leimer Straße würde im wahrsten Sinne des Wortes plattgemacht. Am Dormenacker und Dachsbuckel würde eine ebenso breite Schneise quer durch die Weinberge geschlagen.

Rohrbach ist traditionell geprägt, durch den Obst- und Weinbau. Als Winzerdorf beheimatet es nicht nur Vollerwerbsbetriebe, sondern eine hohe Zahl von Nebenerwerbs- bzw. Hobby-Winzern, in dieser Form ohne Vergleich mit anderen Gemeinden in unserer Region. Eine Maßnahme wie der geplante Trassenverlauf mit seinen immensen Eingriffen in die bestehende Kulturlandschaft wird das Sterben dieser Gegenwart und Vergangenheit zur Folge haben. Bis zur vollständigen Rekultivierung insbesondere der Rebflächen werden Jahre vergehen, eine Qualitätsgarantie im Hinblick auf die Bodenbeschaffenheit gibt es nicht. Die möglicherweise dauerhafte Zerstörung von Rohrbach wie wir es kennen und schätzen, wäre nicht auszuschließen.

Und das in einer Gegend, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten eh schon an allen Ecken und Enden angenagt wurde. Immer mehr Feld- und Naturraum verschwindet (Hasenleiser, Emmertsgrund, Boxberg, Gewann See, Rohrbach-Süd, B535, Nordumgehung Leimen…).

Noch ist nichts verloren. Über die Planfeststellung wird das Regierungspräsidium Karlsruhe in knapp einem Jahr eine Entscheidung treffen. Wir müssen aber bereits jetzt dagegen vorgehen und uns entsprechenden Aktivitäten überlegen. Diese Trasse muss verhindert werden!

 

 

Plakatproduktion

Vorbereitungen

Larissa Winter und der Vorsitzende des Obst- und Weiunbauervereins Dr. Fuhrken 

14 Uhr cct. Larissa Winter und der Vorsitzende des Obst- und Weiunbauervereins Dr. Fuhrken eröffnen erst mal das Weinfest.

Das Filmteam

Heute im online-punker, in den nächsten Tagen im RNF, der RNZ und im Mannheimer Morgen.

Demonstranten

Gestandene Männer…

Mädels demonstrieren mit

…und junge Mädels eint die Forderung: Keine Erdgasleitung!

Bild von der Demo

Gaskonzerne: Obacht!

Der Nachbarschaftskrach

Die musikalischen Hoffnungen Rohrbachs: Nachbarschaftskrach…

Der HCC-Fanfarenzug

…und HCC-Fanfarenzug.

Viel Prominenz

Foto: Arnulf Lorenz, Stadtpolitik

Obwohl keine Wahlen anstehen: Ein beträchtlicher Teil des jetzigen und künftigen Heidelberger Gemeinderates war zunächst im Publikum und dann auf der Bühne vertreten: Yvonne Eismann-Knorr, Klaus Weirich, Werner Pfisterer, Ernst Gund und Manfred Benz von der CDU; Karl Emer und Roger Schladitz von der SPD; Judith Marggraf, Irmtraud Spinnler und Peter Holschuh von der GAL, Wolfgang Lachenauer und Karlheinz Rehm von den „Heidelbergern“, Margret Hommelhoff von der F.D.P., Herrmann Gundel von den Freien Wählern und Arnulf Lorenz von der Bunten Linken (ich hoffe, ich habe niemanden vergessen…). Inzwischen erklärte sich auch die F.D.P.-Gemeinderätin Dr. Annette Trabold, die an der Demonstration nicht teilnehmen konnte, in einem Stadtblattartikel mit den Protesten solidarisch. Erfreulich nicht nur, dass der gesamte Gemeinderat hinter uns steht, sondern auch, dass so viele Gemeinderäte aus Kirchheim sich solidarisch erklärten!

Die Traktoren kommen

Motto: Bringt Trompeten und Traktoren mit!

Der Kerwepunker

Und auch er durfte nicht fehlen: Auch der Kerwepunker ballt die Faust!

Der Hintergrund:
Gasunternehmen wollen tatsächlich mitten durch das Rohrbacher Feld

(April/Mai/Juni 2004)

Ein Thema erregt derzeit Rohrbacher Gemüter: Die Wingas GmbH und die Ruhrgas AG wollen eine neue Gasleitung bauen, die vom südhessischen Lampertheim bis nach Amerdingen in Bayern reichen soll. Dabei wird ein Teil der Leitung auch über Heidelberger Gebiet führen. Im Gespräch sind drei Trassen, von denen eine, die "Leimer Variante" massive Nachteile für Rohrbach mit sich brächte. Ruhrgas AG und Wingas wollen nach eigenen Angaben diese Variante realisieren und beim Regierungspräsidium Karlsruhe die entsprechende Planfeststellung beantragen. "Individuell" (was immer das auch heißen mag) will man vorgehen und den vorgebrachten Wünschen der Betroffenen Rechnung tragen. Die Bereiche der Weingüter Bauer und Clauer sollen dabei "großzügig" umgangen werden, so Herr Buchwald von der Ruhrgas AG. Dennoch würden beim Bau der Leitung nicht nur viele Hobbywinzer auf "der Strecke bleiben".

Die sogenannte Ost-Variante

...sieht vor, die Leitung durch das Rohrbacher Feld und den Hang des kleinen Odenwald hoch zu führen. Damit würde in der Bauzeit eine Schneise quer durch das Feld und die Weinberge der Güter Bauer und Clauer geschlagen. Auch eine Menge Hobbywinzer würden massiv tangiert.

Ein Streifen von der fünffachen Breite der Leimer Straße würde im wahrsten Sinne des Wortes plattgemacht. Am Dormenacker und Dachsbuckel würde eine ebenso breite Schneise quer durch die Weinberge geschlagen. Und das in einer Gegend, die in den letzten Jahren eh schon an allen Ecken und Enden angenagt wurde. Immer mehr Feld- und Naturraum verschwindet (B535, Nordumgehung Leimen)-

Weinberge

Mitten durch die Weinberge: Die Ostvariante der Gasleitungsplanung...

Für die Weinbauern bedeutete der Bau u.U. das aus. Weinstöcke wachsen nicht in einem Jahr neu. Bis wieder volle Erträge erreicht würden, gingen Jahre ins Land. So lange läßt sich ein Kundenstamm nicht vertrösten. Außerdem ist unklar, ob der empfindliche Boden überhaupt in der ursprünglichen Qualität wieder hergestellt werden kann.

Während der Bauzeit und bis zum Nachwachsen der Pflanzen würde zudem das gesamte Rohrbacher Feld zumindest optisch zerstört, wie eine Montage für die geplante Breite der Bautrasse zeigt, die Zeichnungen aus eine Informationsvorlage der Stadt Heidelberg maßstabsgetreu auf ein Foto von der Auffahrt zum Dormenacker überträgt.

Montage, die die geplante Breite der Bautrasse

Die Alternativen

Zwei Alternativen wurden von den Bauherren vorgeschlagen: Eine "Vorzugtrasse", die erst südlich von Heidelberg in den Odenwald geht und eine BAB-Variante, die weiter in der Ebene laufen würde und Heidelberger Gebiet nur im Westen tangiert.

Proteste

Die betroffenen Bauern und Anwohner wehren sich massiv gegen die Pläne, das Gebiet, das bereits völlig zersiedelt und von Straßen zerschnitten ist, dürfe nicht weiter zerstört werden. Der Stadtteilverein wandte sich in einem Brief an das Regierungspräsidium, das für das laufende Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren zuständig ist. Er forderte den verzicht auf die Ost-variante und drohte laut RNZ "gewaltige Fässer aufzumachen", falls die Rohrbacher Einwände nicht berücksichtigt würden. Auch die Stadt Heidelberg, die in diesem falle nicht Herrin des verfahrens ist, wandte sich bereits im Dezember an das Regierungspräsidium. Die Ost-Variante sei für die Weinbauern Existenz gefährdend. Die Stadt forderte die Realisierung der BAB-Variante.

Verlauf der geplanen Ost-Vartiante im Luftbild Höhere Auflösung (170 KB)

Kommentar

Noch ist nichts verloren. Über die Planfeststellung wird das Regierungspräsidium Karlsruhe in knapp einem Jahr eine Entscheidung treffen. Wir müssen aber bereits jetzt dagegen vorgehen. Das Rohrbacher Feld darf nicht noch weiter kaputt gemacht werden. Gut dass sich hier im Stadtteil alle einig sind, und dass die Weinbauern und Stadtteilverein dabei zur Not auch "gewaltige Fässer aufzumachen" bereit sind. Wir wussten es ja schon immer: Hopfen und Hanf gehören zum Kampf!