„Blu“ im „Roten Ochsen“ – eine musikalische Reise

Bericht: Andrea Tenorth / Fotos: Raabe Hackbusch

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„Drei harmonierende Stimmen, drei inspirierte Komponisten, drei versierte Multi-Instrumentalisten unternehmen eine musikalische Weltreise und finden Formen, Farben und Geist der verschiedensten Musiktraditionen, verbinden sie zu einem vielsprachigen Programm voller Schönheit und Delikatesse, entführen ihre Zuhörer in den Raum, den nur die Musik eröffnet – den Raum, in dem alles zu allem passt. Ein italophiler Wahlargentinier (Gigu Neutsch), ein Kraichgauer Norwegen-Cowboy (Rolf Schaude) und ein portugiesisch sprechender Zypriote (Neo Stehanou).“

Präziser und schöner als Thommie Bayer kann man nicht ausdrücken, was „Blu“ dem Publikum in Rohrbach dargeboten hat: „ein ebenso lässiges wie intensives Musikerlebnis in der wärmsten Farbe: Blu“.

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Familie Ramadani in der Bürgerfragestunde am 1.3.2018

von Mia Lindemann und Franz Maucher

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Am 1. März waren Sabina Ramadani, die Tante der abgeschobenen Kinder, und ihr Vater, Herr Ramadani Senior, in der Bürgerfragestunde zu Beginn der Gemeinderatssitzung zugegen, gemeinsam mit Franz Maucher als Vertreter der UnterstützerInnen der Familie Ramadani.

Sabina Ramadani trug vor, welche Wirkung die Abschiebung auf ihre Familie hat und wie sehr die Kinder in Sobotica unter der Abschiebung leiden. Was tut die Stadt dafür, die Familie wieder in Heidelberg zu vereinen? Das war ihre Frage. Franz Maucher stellte die Frage, warum die Stadt nicht von der Möglichkeit Gebrauch mache, nach §25b Aufenthaltsgesetz eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen. Und ob es dem Anspruch der Stadt, weltoffen und menschlich zu sein, nicht besser entsprechen würde, dies auch zu tun!

Der Oberbürgermeister antwortete indes, der Stadt seien die Hände gebunden. Das hat die informierten Menschen in den Reihe der ZuhörerInnen bass erstaunt.

Denn der §25b des Aufenthaltsgesetzes gibt eben der Stadt die Möglichkeit, eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen. Da sind die Voraussetzungen einer nachhaltigen Integration genau definiert:

  1. Aufenthalt im Bundesgebiet mit minderjährigen Kindern mindestens 6 Jahre – die Ramadanis erfüllen diese Bedingung
  2. Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung – entsprechender Unterricht wurde Herrn Ramadani erteilt, die Anwältin sichert das Bekenntnis zu
  3. Sicherung des Lebensunterhalts überwiegend durch Erwerbstätigkeit - der Arbeitgeber von Herrn Ramadani hält die Stelle für ihn nach wie vor frei, der Arbeitsvertrag liegt vor, sämtliche Qualifikationsanforderungen sind von Herrn Ramadani erfolgreich bestanden und liegen ebenfalls vor.
  4. Hinreichende mündliche Deutschkenntnisse liegen vor.
  5. Der Schulbesuch der beiden ältesten Kinder ist bescheinigt.

Mehr verlangt das Gesetz nicht.

Die von den Stadträten beantragte Kurzdebatte zu dem Thema in der nicht-öffentlichen Sitzung wurde zwar in einen Sachstandsbericht verwandelt, jedoch war zu hören, dass die Debatte doch stattfand und dass es viel Unterstützung für die Familie gab. Jedoch sei die Position, dass der Stadt die Hände gebunden seien, nicht ins Wanken geraten.

Wir hoffen, dass die Stadt ihre Möglichkeiten doch noch erkennt. Die auseinandergerissene Familie kann nur dann wieder Ruhe finden und die abgeschobene Familie ein menschenwürdiges Leben führen, wenn hier eine positive Lösung gesucht und gefunden wird.

 

Ergänzungen der Redaktion

Zusammenfassende Berichte von Anton Kobel und Franz Maucher über die Umstände der Abschiebung der Familie Ramadani finden hier im Online Punker hier. Für den Bericht der RNZ vom 24. Februar folgen Sie bitte diesem Link.

Unterschriftenaktion: Der punker e.V. unterstützt eine Unterschriftensammlung, die es der Familie erlauben soll, wieder nach Heidelberg zurückzukehren. Wer sich daran beteiligen möchte, kann die Vorlage zur Unterschriftensammlung hier herunterladen.Die Unterschriftenlisten können bei V. Schenk im Burnhofweg 4 eingeworfen werden oder direkt zum Oberbürgermeister, Rathaus, Marktplatz 10, 69117 Heidelberg geschickt werden.

Spenden:  Leider ist die Familie in Sobotica, Serbien, noch mittellos und in einer sehr schwierigen Lage. Sie ist noch nicht krankenversichert, d.h. ärztliche Behandlung, die Frau Ramadani dringend braucht, muss selbst bezahlt werden. Deshalb bitten wir um Spenden für die Familie auf das Konto des Asylarbeitskreis Heidelberg unter dem Stichwort “Ramadani”:  IBAN DE85 6729 0000 0122 4211 04.

 

Gemeindehaus Rohrbach-West – Einfach „Ex und Hopp“?

Sparzwang in der Melanchthongemeinde: Ersatzloser Abriss als „Optimierung des Gebäudebestands”?

von E. Wolfin

tl_files/bilder/2018/2018_02_Gemeindehaus_Rohrbach_west/Bild-Gemeindehaus.JPGIn Zeiten abnehmender Mitgliederzahlen müssen die Kirchen sparen, keine Frage. Aber doch bitte mit Maß und Verstand und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse vor Ort. Wer zentrale Immobilien in guter Lage verkauft, weil sich das „eben gut rechnet“, muss sich immer auch fragen, wie es danach in der Gemeinde weitergeht. Z.B. für Mitglieder, die im fortgeschrittenen Alter oder aufgrund einer Mobilitätsbehinderung auf Barrierefreiheit angewiesen sind.

Viele Jahre wurde am maroden evangelischen Gemeindezentrum der Melanchthongemeinde in Rohrbach-West nichts investiert. Jetzt soll es abgerissen werden – ersatzlos. Obwohl hier gute, engagierte Gemeindearbeit stattfindet und das Zentrum ein wichtiger, zentral gelegener Begegnungsort im Stadtteil ist, der barrierefrei zugänglich ist.

Zum Hintergrund zwei Anmerkungen. 1.) Im Vorfeld hatten beide Kirchen leider keinen Konsens gefunden für ein gemeinsames ökumenisches Gemeindezentrum als zukunftsfähige und zugleich kostengünstige Lösung, von der alle profitieren. 2.) Planerisch wird nicht langfristig gedacht: Als Rollstuhlfahrer kommt man in Rohrbach-Ost „oben am Berg“ nicht in die alte Melanchthon-Kirche. 2010 wurde hier bei Umbauarbeiten zwar die breite Treppenanlage erneuert – aber ohne Rampe für Rollstuhlfahrer. Obwohl damals das beauftrage Architektenbüro im Vorfeld eine solche Rampen-Variante explizit vorschlug…

Doch zurück zum maroden Gemeindezentrum, hier gibt es dringenden Handlungsbedarf:

Eine Gemeindeinitiative sammelt jetzt Unterschriften und fordert – neben einer schnellen Beseitigung der gröbsten Mängel – eine transparente Erarbeitung einer Gesamtlösung für Heidelberg, bei der die Rohrbacher Interessen berücksichtigt werden.

Die Unterschriftenliste können Sie hier downloaden …

Ausgefüllte Unterschriftenlisten bitte beim Pfarramt West, Heinrich-Fuchs-Straße abgeben oder einwerfen.

Sehr lesenswert ist auch der folgende Artikel von Hans-Jürgen Fuchs. Weiterlesen ....

Der Islam hat viele Gesichter – Die Würde des Menschen

Bericht: Mirjam Mohr / Bilder: Nora Wohlfarth

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Religion, Emanzipation, Kopftuch und Menschwürde – um diese Themen drehte sich am 30. November 2017 die zweite Veranstaltung der Reihe „Der Islam hat viele Gesichter – was befremdet uns, was verbindet uns“. Erneut hatte die AG-Asyl – Rohrbach sagt JA gemeinsam mit dem punker e.V. ins Alte Rathaus eingeladen – diesmal berichteten ein schon länger in Deutschland heimischer Syrer und zwei vor dem Krieg geflüchtete Syrerinnen aus ihrem Leben und ihren Erfahrungen in Syrien, auf der Flucht vor dem Krieg sowie in Deutschland und mit den Deutschen. Rund 40 Zuhörer waren gekommen, um mit den dreien teilweise durchaus kontrovers zu diskutieren. Yahya Madani kam bereits 1989 aus Syrien nach Heidelberg und übte verschiedene Berufe aus, unter anderem arbeitete er als freier Journalist für den WDR. Nachdem er zwischenzeitlich wieder in sein Heimatland gezogen war, kam er Ende 2011 zurück nach Deutschland. Nourhan Hadidi und ihre Mutter Iman Karboutli kamen Ende 2015 als Kriegsflüchtlinge nach Deutschland, landeten zunächst in Passau und anschließend in Dresden, bevor es ihnen gelang, nach Heidelberg zu ziehen, wo Yahya Madani, den sie aus Syrien kennen, inzwischen wieder lebt.

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Der Punker e.V. – vernetzt und gut gerüstet für die Aktivitäten in 2017/2018

von Jürgen Ripplinger

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In Februar 2017 trafen sich der erweiterte Vorstand und weitere interessierte Punker in der Jugendherberge Dahn in der Pfalz zu einer zweitägigen Klausur.

Wo stehen wir? Was haben wir in 2016 - im Jubiläumsjahr des Stadtteils- unternommen, was ist uns als punker besonders wichtig, was planen wir für 2017 und wer arbeitet bei welchen Aktivitäten aktiv mit.

Mit viel Engagement und Spaß, mit professioneller Moderation (Andrea Tenorth), Visualisierungstechniken und pfiffigen Methoden wie z.B. die „Turmbauaktion“ haben wir zwei Tage intensiv an unseren Themen gearbeitet.

 

... den vollständigen Bericht und weitere Bilder finden sie hier ...

Das Rohrbacher Bücherregal

tl_files/bilder/2015/2015_04_Das_Rohrbacher_Buecherregal/DSC07104.JPGBericht und Bilder von Raabe Hackbusch und Gerhard Peterstl_files/bilder/2015/2015_04_Das_Rohrbacher_Buecherregal/DSC07102.JPG

Am letzten Donnerstag  war es so weit:  Als sechster Stadtteil Heidelbergs hat auch Rohrbach sein Öffentliches  Bücherregal bekommen. Zwar wurde es zunächst am falschen, aber sechs Stunden später dann doch noch rechtzeitig vor der Einweihung am richtigen Ort neben der Litfaßsäule an der Ecke Rathausstraße/Amalienstraße tief verankert, sorgfältig geputzt und bei einem Glas Sekt seinen Nutzer*innen übergeben.

Zahlreiche punker und andere Interessierte waren zur kurzfristig anberaumten Einweihungsfeier gekommen, brachten auch gleich, wie gewünscht, reichlich Bücher mit – von denen nicht wenige am selben Abend auch wieder verschwanden und somit ihren Besitzer und Leser wechselten. ... hier weiterlesen